Besonders deutlich wird, dass junge Menschen ihre Ausbildungsentscheidungen vor allem über zielgerichtete Online-Recherche treffen. 73 % der Befragten nutzen allgemeine Suchmaschinen wie Google oder ChatGPT zur ersten Orientierung, 65 % besuchen gezielt die Karriereseiten der Unternehmen. Damit sind diese beiden digitalen Kanäle die mit Abstand wichtigsten Informationsquellen für die Berufswahl.
Im Gegensatz dazu spielen soziale Medien eine überraschend geringe Rolle: Lediglich 5 bis 8 % der Auszubildenden gaben an, über Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube auf ihren Ausbildungsberuf aufmerksam geworden zu sein oder sich dort intensiver informiert zu haben. Social Media eignet sich demnach eher als Begleitkanal zur Imagebildung, während die Entscheidung selbst vor allem über seriöse, recherchierbare Informationsangebote getroffen wird. „Das Internet ist für junge Menschen selbstverständlich – aber sie suchen gezielt nach vertrauenswürdigen, seriösen Informationen“, sagt Lars Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände. „Social Media erreicht in gewissem Maße zwar Aufmerksamkeit, spielt bei der tatsächlichen Entscheidung aber kaum eine Rolle.“
Denn persönliche Netzwerke bleiben ein wichtiger Faktor: 40 % der Auszubildenden gaben an, durch Familie oder Freunde auf ihren Ausbildungsberuf aufmerksam geworden zu sein. Bei der Berufswahl selbst stehen Interesse am Beruf (28 %), Zukunftssicherheit (20 %) und gute Bezahlung (17 %) im Vordergrund. Auch Rahmenbedingungen wie flexible Arbeitszeiten, mobile Arbeit oder Schichtmodelle werden zunehmend als relevant wahrgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen sich eigenständig und digital informieren, gleichzeitig aber persönliche Glaubwürdigkeit und authentische Einblicke schätzen. Für Unternehmen bedeutet das: Eine starke Online-Präsenz mit klaren, transparenten Informationen ist entscheidend – ebenso wie echte Erfahrungsberichte und Azubi-Stimmen, die die Ausbildung erlebbar machen.
„Wer Jugendliche für eine Ausbildung gewinnen will, muss dort sichtbar sein, wo sie aktiv suchen – auf Google und den Karriereseiten“, betont Lars Bergmann. „Social Media kann ergänzend Aufmerksamkeit schaffen, ersetzt aber keine fundierte Informationsplattform. Für die Ausbildungsbetriebe bietet das Chancen – wenn sie ihre digitale Ansprache gezielt ausbauen und gleichzeitig persönliche Nähe bewahren“, so Lars Bergmann abschließend.
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